November 2015

 Pressemitteilung 

                                

                Schöner zum See: mit dem Machbaren beginnen.

 

Große, aber letztlich nie umsetzbare Visionen einer Gleisverlegung am See blockieren seit Jahrzehnten eine Beseitigung der inzwischen unhaltbaren Zustände rund um den historischen Bahnhof. Mit den neuerlichen Vorschlägen eines Kompakttunnels droht eine Fortsetzung dieser unheilvollen Geschichte. SzS fordert alle politischen Parteien und die Stadt auf, sich endlich auf das Machbare zu konzentrieren und mit überschaubaren Maßnahmen  diesen prägenden Teil Starnbergs zeitnah und attraktiv neu zu gestalten.

 

Ein völlig barrierefreier Seezugang  ist zu Recht der Wunschtraum vieler Starnberger. Seit einigen Monaten wirbt nun Herr Janssen nachdrücklich für sein Konzept eines kurzen „Kompakttunnels“, mit dem die 1987 mit der Bahn  vereinbarte Gleisverlegung einschließlich Bahnhofsneubau unterirdisch und barrierefrei doch noch realisiert werden könnte – ein Jahrhundertprojekt, dass im Grundsatz seit Jahrzehnten und zuletzt 2004 von der früheren „Seepark-Initiative“ propagiert wurde. Stets scheiterten aber alle großen Visionen  in der Realität schließlich an ihrer fehlenden Finanzierbarkeit.

 

Die Fachleute unseres Bürgervereins haben sich gleichwohl mit den neuen Plänen  von Herrn Janssen  eingehend auseinandergesetzt. Im Ergebnis bleiben leider wie bei allen früheren Vorschlägen erhebliche Zweifel an ihrer Umsetzbarkeit, insbesondere  unter den  Rahmenbedingungen der sog. Bahnverträge. So setzt  ein kurzer Kompakttunnel u.a. steile Ein- und Ausfahrten (bis zu 40 Promille Steigung) voraus, die nicht den EU-Vorgaben für überregionale Reisezüge entsprechen. Vor allem aber wird damit der schienengebundene Güterverkehr in die Regionen Weilheim/Garmisch-Partenkirchen nur noch mit komplizierten und sehr teuren Sondermaßnahmen möglich. Eine Einwilligung der Bahn ist daher kaum zu erwarten. Auch städtebaulich ist ein Kurz-Tunnel wenig überzeugend. Nur  seine tiefliegende und damit sehr teure Ausführung erlaubt auf einer begrenzten Breite von etwa 400 m einen wirklich ebenerdigen Seezugang. Die Rampen schaffen jeweils beidseitig neue Barrieren zwischen Stadt und See.

 

Für völlig irreal halten wir die Annahmen von Herrn Janssen  zur Finanzierbarkeit seines Projektes bei Fortschreibung der 2017 auslaufenden Bahnverträge. Diese verpflichten die Stadt bekanntermaßen als alleinigen Projektträger der von ihr gewünschten Gleisverlegung zur Übernahme aller Kosten. Und eins ist sicher: eine Gleisverlegung im Tunnel wird in jedem Fall noch deutlich teurer als die zuletzt verfolgte oberirdische Variante, dessen geschätzten realistischen Kosten von bis zu 100 Mio. € bereits die Finanzierungsmöglichkeiten der Stadt deutlich überfordern.  Die Bundesbahn selbst hat bekanntermaßen keinerlei wirtschaftliche Veranlassung, ein solches Vorhaben der Stadt mit Millionenbeträgen zu unterstützen, wie von Herr Janssen unterstellt. Die angestrebte teilweise Kompensation der Investitionen durch  eine massive Bebauung alter Bahngrundstücke im Seebereich ist ebenfalls eine Utopie. Sie widerspricht den Zielen einer unverbauten Seeanbindung und wird von  den Bürgern seit Jahren strikt abgelehnt.  

 

SzS plädiert vor diesem Hintergrund eindringlich dafür, die weitere Diskussion realitätsferner Seeanbindungsvisionen endlich einzustellen. Sie haben insbesondere  in den letzten 10 Jahren in der Hoffnung auf den großen Wurf nur zu einer Verwahrlosung rund um den Bahnhof See geführt. Es ist dringend geboten, sich auf das Machbare zu konzentrieren. Dies setzt voraus, zunächst die inzwischen  nicht mehr bezahlbaren  uralten Absprachen über eine Gleisverlegung mit der Bahn zu beenden. Nur damit wird der Weg frei, in zeitlich überschaubaren Einzelschritten und einvernehmlich mit der Bahn die Zustände rund um unseren wunderschönen denkmalgeschützten „Kulturbahnhof“ wieder vorzeigbar zu gestalten. Unser Bürgerverein hat mit seinem Konzept „Erneuern und Bewahren“ dazu konkrete Vorschläge gemacht, welche die Stadt nicht überfordern. Wir sind uns sicher, dass sich die Bahn solchen  angemessenen Sanierungswünschen  nicht verschließen wird. Ihren Kunden weitere Jahre einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen zu verweigern und sie dann ohne Dächer dort im Regen stehen zu lassen, kann auch nicht in ihrem Interesse sein. Die von interessierter Seite in diesem Zusammenhang geschürten Ängste, nicht mehr betriebsnotwendige Bahngrundstücke am See könnten dabei in die Hände bauwütiger Immobilienfirmen geraten, sind unbegründet: die Stadt hat hier Planungshoheit und Vorkaufsrechte, die sie im Interesse der Bürger u. a. für einen freien See- und Bergblick nutzen wird – hoffentlich bald!

 

Vorstand Schöner zum See e.V.

September 2015

Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung veröffentlicht trotz mehrfacher Nachfrage den Leserbrief

von Herrn Dr. Krawitz nicht,  lesen Sie und machen Sie sich selbst ein Bild:

 Stadt Starnberg

Öffentlichen Sitzung des Projektausschusses Bahnhof See

Donnerstag, den 16.Juli 2015 um 18.00 Uhr

Schlossberghalle Kleiner Saal, Starnberg

Kommen Sie in die öffentliche Sitzung und unterstützen Sie unser Engagement!

Mitgliederversammlung 2015

Am 6. Juli 2015 fand die Mitgliederversammlung mit Berichten und Neuwahlen statt.

Gewählt wurden:

1.Vorstand Herr Maximilian Ardelt

2.Vorstand Herr Dr. Günther Krawitz

3.Schatzmeister Herr Georg Stahl

4.Schriftführerin Frau Marion Eisenberger

5.Rechnungsprüfer: Prof.Stecher

 

Bürgerforum "Schöner am See" am 12. März 15 

im Restaurant Maximilian´s:

Das angekündigte Konzept ist da: "Bauen und Bewahren"

Mitgliederversammlung 2014

Am 5. Juni 2014 fand die Jahreshauptversammlung statt mit Berichten und Neuwahlen. Hierzu die Berichte der Presse:

Aktion der Solidarität gegen die Gleisverlegung - Lichterumzug am See

Der Umzug mit Windlichtern(!) startete am Freitag, den 28. Februar 2014 abends um 18:00 Uhr bei der Lagerhalle am Bahnhof. Von dort setzte sich der Zug entlang der Bahn in Bewegung. Die Trommler der SunBeats aus München sorgten mit südamerkanischen Rythmen für beste Multikulti-Stimmung. Die mit Warnwesten und Fackeln ausgestatten Streckenposten nahmen ihre markierten, festen Positionen auf der geplanten Gleistrasse ein. Besonders auf der südlichen Promenade war der Irrsinn der Gleisverlegung offensichtlich: An der Undosa-Unterführung stand der Streckenposten nur 2 m vom See entfernt. Wie das gehen soll, das konnte sich keiner der Teilnehmer vorstellen.

 

Bei der Abschlussveranstaltung um 18:45 im Weißen Garten des Undosas spachen Prof. Picker  und Eva John einige Worte, welche die Undurchführbarkeit des Projektes "Gleisverlegung" deutlich machten. Das Projekt wäre eine Verunstaltung der historischen städtbaulichen Situation in Starnberg, welches die Stadt in den finanziellen Ruin führen würde.

 

Der Erfolg der Veranstaltung trieb den politischen Gegner noch am gleichen Tag in den Wahnsinn: Halluzinationen von Fackelumzügen der Nazizeit wurden dort wahrgenommen. Was soll man dazu sagen, wenn die Krankheitseinsicht fehlt!

 

Wahltag ist Zahltag!

 

Ein neuer Flyer ist rechtzeitig zur Bürgerwerkstatt "Seeanbindung" da:

Die Bucht ist doch so so schöön!

Wenn die Gleise nach der geplanten Gleisverlegung auf die südliche Promenade           fallen, was dann? Den See zuschütten oder mit Brettern vernageln? Die Undos-Unterführung aus dem Plan streichen? Das kann ja wohl nicht die Seeanbindung mit Weitblick sein!

 

 

 

 

Lesen Sie selbst die Argumente des neuen Flyers hier.

 

Nehmen Sie den Schredder mit zur Bürgerwerktatt "Seeanbindung" der Stadt am Dienstag, den 3. Dezember 2013 im Undosa um 19:00 Uhr.

WPS-Bürgerforum "Seeanbindung" mit Ortsbegehung der Gleisverlegung

Am 16. November 2013 veranstaltete die WPS ein Bürgerforum "Seeanbindung". Die ca. 80 Teilnehmer der Ortsbegehung waren ausnahmslos über die geplante Gleisverlegung schockiert, weiteres hier;

Ein Baudenkmal wird zerstört!

In der Sondersitzung des Stadtrats am 18. Juli 13 wurde entschieden, dass die Gleise nicht(!) abgesenkt werden, d.h. es ergibt sich an der Ecke des Bahnhofs in weniger als 2 m Entfernung eine Geländesprung von 130 cm nach oben zur Bahnsteigkante, s. Foto (obere Marke). Außerdem wird der geplante Bahnsteig nach Gleisverlegung schräg am Gebäude vorbeilaufen und zwar so dicht, dass das mit dem Bahnhof geschützte Vordach weichen muss.

 

Der geplante Umbau des Bahnhofgebäudes seitens der Stadt in einen "Kulturbahnhof" ist krasse Schönfärberei! Schließlich träfe die Verunstaltung des Bahnhofgebäudes keinen geringeren Urheber als Friedrich Bürklein, den Planer der Maximilianstraße und des Maximilianeums in München. Kreisheimatpfleger Schober hat die Stadt eindringlich auf die Bedeutung des Baudenkmals "Bahnhof See" hingewiesen.

 

Am 21. Juli 13 besichtigte Minister Heubisch (FDP) die geplante Gleisverlegung vor Ort. Als oberster Denkmalschützer im Freistaat zeigte er sich sichtlich konsterniert. Er wird der Frage des Denkmalschutzes persönlicn nachgehen.

Schöner zum See e.V. führt Gespräche mit der Bahn - Ergebnisnotiz hier veröffentlicht!

Pressemitteilung zur Bürgerwerkstatt

Die Stadt rechtfertigt die geplante Gleisverlegung als alternativlos für eine schönere Anbindung der Stadt an ihren See. Sie unterlegt dies mit Behauptungen, die nach unseren Erkenntnissen nachweisbar falsch sind. Die mehrfach geforderte ehrliche Kosten/Nutzen‐ Analyse nach städtebaulichen, ökologischen und finanziellen Gesichtspunkten auch im Vergleich zu anderen Vorschlägen ohne Verlegung der Gleise lehnt sie grundsätzlich ab. Die früher versprochene offene Diskussion des Gesamtprojektes wird es nach Auskunft des Bürgermeisters nicht mehr geben. Am 22. April wurden in der "Bürgerwerkstatt" lediglich Planvarianten der mit der Bahn festgeschriebenen neuen Gleislage vorgestellt und besprochen. Eine ergebnisoffene Bürgerbeteiligung an dem gesamten Jahrhundertvorhaben sieht anders aus.

 

Zur Pressemitteilung vom 20130423 kommen Sie hier!

Die Gleisverlegung lt. Anlage 4 des Bahnvertrages entspringt dem damaligen Wunsch der Stadt, Platz für ein Kongresshotel am Seespitz  zu schaffen. Deshalb müssen die Gleise in der Nordkurve zur Innenstadt geschoben werden. Die S-Kurve der Gleise durch Starnberg wird geometrisch flacher und gegen den Uhrzeiger gedreht. Damit ergeben sich katastrophale Folgen für die Stadtgestaltung. Die südliche Promenade fällt ins Wasser. In der Nordkurve wird der Abstand zur Wohnbebauung praktisch halbiert. Am historischen Bahnhofsgebäude schrabbt der neue Bahnsteig in 2 m Entfernung schräg vorbei. 

 

 

Die Gestaltungsprobleme kann auch eine "Planungserkstatt" nicht lösen, weil die Aufgabe überbestimmt ist. Die Planung ist überholt, zumal keiner heute noch eine Kongresshotel am Seespitz will, oder doch (einer)?

 

Warum also die Gleise heute noch verlegen, muss sich der Bürger nach drei Ortsbesichtigungen kopfschüttelnd fragen!

 

Durch direkte Gespräche mit der Bahn haben die beiden Vorsitzenden des Vereins geklärt, dass die Gleisverlegung allein der Wusch der Stadt ist. Folglich ist es logisch, dass die Stadt lt. Bahnvertrag von 1987 allein die Kosten der Gleisverlegung zu tragen hat.

 

Die Ergenisse dieser Gespräche sind in einer Gesprächsnotiz  hier veröffentlicht. Überzeugen Sie sich selbst. Es gibt noch mehrere ungereimte Punkte.

Tatort Gleisverlegung - Ortsbesichtigung am 22. April 13

Am 22. April 2013 organisierte der Verein eine weitere Ortsbesichtigung der geplanten Gleisverlegung am See. Über 100 Teilnehmer waren gekommen. Die geplante Verlegung der Gleise erntete nur Kopfschütteln. 

Zweite Ortsbesichtigung zur geplanten Gleisverlegung am See

Über 100 Bürger sind dem Aufruf gefolgt, sich an der Exkurskion zu beteiligen. Auch einige Stadträte des Arbeitkreises "Seeanbindung" waren dabei und konnten sich von der Problematik der Planung an Ort und Stelle informieren, s. Foto Plan. Viele Bürger, insbesondere die Anlieger in der Bahnhofstraße, waren entsetzt über die geplante Gleisverlegung in der Nordkurve. Auf der Südkurve liegt die Trasse auf der Promenade, was mit Kopfschütteln quittiert wurde.

 

Warum ein neuer Haltepunkt mit einer neuen Unterführung bei der Lagerhalle in der Achse Kaiser-Wilhelm-Straße, wo man bereits heute den See und die Berge von der Bahhofstraße aus gut sehen kann. Warum eine neue Unterführung in der Achse Wittelsbacher Straße, wenn die historische Achse über die Maximilian-Straße verläuft. Warum ein Kultursaal im historischen Bahnhofsgebäude wenn die Züge im Abstand von 2 m vorbei donnern?

 

Warum hält man an einer Trassierung mit größeren Radien fest, die 1987 unter dem Aspekt eines Hotelprojektes am Seespitz gewählt wurde. Die Bahn kann Tempo 80 km/h jederzeit mit kleineren Kurven-Radien als 500 m fahren.

 

Dem Bürger erschließt sich die Sinnhaftigkeit des XXL-Projektes für 100 Millionen nicht. Das ganze führt doch nur zu einer Maximierung des Immobilienumsatzes - ein Schelm wer böses dabei denkt!

 

Vielleicht muss eines Tage doch das am Seespitz ursprünglich geplante Fünf-Sterne-Hotel realisiert werden, bevor Starnberg an dem Projekt pleite geht. Hoppala, gibts die HOPLA von damals vielleicht heute noch? Heuschrecken könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt über die etwas verlorene Grünfläche ohne Seezugang östlich des Seespitzes herfallen.

Ein Klick auf die Fotos vergrößert diese:

Schöner zum See e.V. in Starnberg

Wir setzen uns in Starnberg für eine schrittweise, finanzierbare und zeitnahe Verbesserung des Seezugangs um Bahnhof und Promenade ein.

Unterstützen Sie uns - werden Sie Mitglied!

Hier geht´s zum Antrag!

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